Zeitungsstapel

IT-Beschäftigte versinken immer mehr in Serviceanfragen

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Digitalisierung Mittelstand: Während immer mehr Betriebe IT-Experten einstellen, damit neue Software-Lösungen geschaffen werden können, müssen sich die neuen Angestellten aber immer wieder mit Problemlösungen und Serviceanfragen auseinandersetzen. Innovation? Fehlanzeige. Die IT Automatisierung ist zwar in vielen Fällen das Ziel, wird aber – aufgrund zahlreicher anderer Aufgaben – vernachlässigt. Das liegt auch an der vorhandenen Infrastruktur: Viele Betriebe beschreiben ihren IT-Bereich als “isoliert”; zahlreiche Unternehmen haben Probleme mit der tatsächlichen Eingliederung des IT-Bereichs, da sie vorwiegend auf eine strategische Ausrichtung setzen.

IT-Experten kümmern sich vermehrt um Problembeseitigungen

Seviceanfragen mit Tastatur des IT teamsDer IT-Mitarbeiter muss rund 30 Prozent seiner Zeit für Serviceanfragen aufbringen, wobei darunter auch Problembeseitigungen fallen. Jene Zahlen wurden von dem IT-Martforschungsunternehmen IDC präsentiert. Die Umfrage, die von der Dimension Data in Auftrag gegeben wurde, gibt einen Einblick, warum in vielen Fällen keine IT Automatisierung erzielt werden kann. Für die Umfrage wurden leitende Manager und IT-Fachkräfte von 275 Unternehmen befragt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ausschließlich Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeiter für die Studie berücksichtigt wurden.

Nur wenige Unternehmen konnten den IT-Bereich integrieren

Der Mittelstand sollte sich endlich mit dem neuen Zeitalter befassen und auf Computer und IT setzen. Doch wie soll die Operation “Digitalisierung Mittelstand” erfolgreich ablaufen, wenn die IT-Fachkräfte gerade einmal 15 Prozent ihrer Zeit für ihre tatsächliche Arbeit aufbringen können? Fakt ist: IT-Experten sind gefragter denn je, wobei es sich hier nicht primär um Software-Lösungen handelt, sondern ausschließlich um Serviceanfragen und/oder Problembeseitigungen jeglicher Art. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen den IT-Bereich strategisch und kaum taktisch ausrichten möchten. Mehr als 50 Prozent der Unternehmen gaben an, dass die IT-Bereiche “isoliert” gesteuert werden; eine tatsächliche Integration sei “nur schwer” möglich. Gerade einmal 14 Prozent waren der Ansicht, dass eine Infrastruktur, welche für die Digitalisierung geschaffen wurde, zur Verfügung stehe.

In vielen Fällen scheitert es an der Umsetzung

Folgt man den aktuellen Zahlen, so sind nur 20 Prozent der befragten Unternehmen der Meinung, die Infrastruktur sei bereits vollständig optimiert und automatisiert. Jedoch sind mehr als die Hälfte aller Unternehmen an der Automatisierung interessiert und arbeiten auch an der Umsetzung, konnten das Ziel – aus verschiedenen Gründen – aber noch nicht erreichen. 9 Prozent der Unternehmen sind hingegen gar nicht automatisiert. 32 Prozent der Unternehmen sind zum Teil automatisiert und 13 Prozent in einem sehr geringen Ausmaß. Gerade einmal 25 Prozent der Unternehmen sind hingegen überzeugt, dass eine IT Automatisierung – zu 100 Prozent – gegeben sei.

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