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Durch Automatisierung / Digitalisierung der Produktion IT-Ressourcen einsparen

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Im August 2016 trat der Geschäftsführer eines mittelgroßen Pharmaunternehmens mit dem Anliegen, seine Produktion zu automatisieren, an mich heran. Um die Außmaße des Projektes sowie die notwendigen Ressourcen, den Zeithorizont und alle anderen Rahmenbedinugungen für die Automatisierung besser einschätzen zu können, machte ich mir zunächst einmal vor Ort ein genaueres Bild.

Die Herausforderungen

Automatisierung und Industrie 4.0 Schriftzug vor zahnrädernDa der Prozess direkt aus der Forschung in die Produktion übernommen wurde, gab es keine Vorlagen am Markt und so gab es zwar einzelne Softwarekomponenten, mit denen Teile abgbildet werden konnten, es fehlte aber ein Rahmen, welcher außerdem kompliziert sein würde.

Die Herausforderung bestand in diesem Fall darin, nicht nur eine hochverfügbare Plattform zu schaffe sondern diese auch so zu gestalten, dass Mitarbeiter aus Produktion, QC und QA ihre Komponenten selbst verwalten können und dadurch die Nutzung von IT-Personal zu minimieren. Zusätzlich wurde die Situation durch den Projektverzug verschärft. Ein früherer Partner hatte die Plattform nicht wie gewünscht liefern können, so dass das gesamte Projekt nur auf diese Arbeiten wartete.

Die Umsetzung der Automatisierung

Nach dem ich mir einen ausführlichen Eindruck über die Ist-Situation verschafft hatte, begann für mich die Arbeit: Prozesse mussten geplant werden, Anforderungen wurden in enger Zusammenarbeit mit der Leitung der Herstellung, der Qualitätskontrolle und der Qualitästsicherung erarbeitet und im Anschluss wurden unterschiedliche Hersteller und Lieferanten mit den Anforderungen konfrontiert und vertiefende Informationen eingeholt.

Nachdem der Rahmen fest stand war die nächste Herausforderung ein Team zu organisieren. Dies gelang mir ohne Probleme, da ich ein internationales Netzwerk an Experten habe, auf welches ich zurückgreifen konnte.

So starten wir schließlich im  September 2016, knapp einen Monat nach dem Start, mit der aktiven Umsetzung. Dabei wurde zunächst ein separater Netzwerkbereich implementiert. Parallel dazu wurde die SAN und das Blade Center in Betrieb genommen.

Sobald diese Basispunkte aufgestellt waren und funktionierten, wurden die Betriebssysteme und Komponenten zur Automatisierung installiert. Dabei wurden alle Arbeiten, die von den Technikern des MES-Herstellers durchgeführt wurden, von unseren Experten betreut und deren Schnittstellen direkt mit implementiert. Parallel wurden Dokumentation erstellt und Arbeitsanweisungen für den späteren Betrieb vorbereitet. Nach Abschluss wurden das Gesamt System dann validiert und durch den Kunden abgenommen.

Abschluss des Projektes

Das Projekt konnte damit nach Zeitplan abgeschlossen und die Produktion zum Jahresende wie geplant in Betrieb genommen werden. Die Investoren wie auch ich waren somit mit dem Projekterfolg zufrieden.

Nach Abschluss der Umsetzungsphase wurden die neue digitale Produktion von uns noch bis zum Jahresende überwacht, um so sicher zu stellen, dass auch alles einwandfrei läuft und Mitarbeiter einen Ansprechpartner bei Problemen hatten. Währenddessen wurde der Betrieb an die Teams des Kunden übergeben.

Meine persönlichen Herausforderungen bei diesem Projekt

Zusammenfassend konnte ich in diesem Unternehmen in extrem kurzer Zeit eine Lösung für eine äußerst komplexe Herausforderung erstellen. Meine persönliche Herausforderungen in diesen Projekt bestanden vorranging aus zwei Punkten:

  1. Es wurde ein großes, internationales und äußerst dynamisches Team mit sehr hoher technischer Expertise benötigt. Nur durch dieses Team, welches aus unterschiedlichen Zeitzonen seine Arbeit zulieferte, wurde die erfolgreiche Umsetzung dieses Projektes möglich.
  2. Die Umsetzung des Projektes unter solch ungewöhnlichen und chaotischen Umständen war nur unter Nutzung einer klaren Priorisierung von Tasks möglich sowie einer auftragsorientierten Arbeitsweise der unterschiedlichen, eigenständig agierenden Spezialisten.

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