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Digitalisierung Mittelstand: Potential und Wille sind vorhanden

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Die Digitalisierung Mittelstand will einfach nicht so richtig Fahrt aufnehmen. Folgt man den Ergebnissen der neuesten Studie von „Matrix24“, so befinden sich die deutschen Unternehmen – im direkten europäischen Vergleich – im hinteren Mittelfeld, wenn es um die Modernisierung der Arbeitsplätze geht. Doch die Ergebnisse zeigen auch, dass der Wille zumindest vorhanden sei, die Operation „Digitalisierung Mittelstand“ fort- bzw. weiter umzusetzen.

Viele Unternehmen stehen noch am Anfang der Digitalisierung

Die von „Matrix 42“ unterstütze Studie „Digital Workplace in Europe„, die in Zusammenarbeit mit „Pierre Audoin Consultants“ (PAC) in Arbeit gegeben wurde, zeigt eindrucksvoll, dass die Mehrzahl der deutschen Unternehmen noch in den Kinderschuhen stecken, wenn es um die Umsetzung des digitalen Workplaces geht.

Derzeit beläuft sich der Länderdurchschnitt auf 38 Prozent; in Deutschland sind es gerade einmal 29 Prozent. 23 Prozent würden zudem noch ganz am Anfang stehen, während zumindest 48 Prozent – also knapp die Hälfte – mit der Umsetzung begonnen haben. Natürlich ist die digitale Transformation ein Umbruch für jedes einzelne Unternehmen, der gerne – aufgrund diverser Befürchtungen und Ängste – verschoben wird. Dabei sind die Ziele der Digitalisierung unterschiedlich. So möchten viele Unternehmen die Agilität erhöhen, die Servicequalität verbessern, Innovationen fördern oder auch Prozesse optimieren.

Der zentrale Ausgangspunkt ist aber bei allen Unternehmen gleich – es verändert sich die Arbeitsumgebung der beschäftigten Mitarbeiter. Am Ende sei nämlich die Performance der Beschäftigten entscheidend. Wohl auch ein Grund, warum die Studienergebnisse belegen, dass rund 75 Prozent der befragten HR-Manager und IT-Manager der Meinung sind, die Qualität der IT-Arbeitsumgebung sei maßgeblich für den Unternehmenserfolg. In Deutschland teilten 90 Prozent der Befragten diese Meinung.

Immer mehr Unternehmen interessieren sich für Workplace-Modernisierungen

Es ist daher nicht verwunderlich, dass jedes zweite europäische Unternehmen der Meinung ist, die Workplace-Modernisierung habe einen extrem hohen Stellenwert. Jedoch seien Einzellösungen – wie etwa die Ausstattung der Beschäftigten mit diversen Mobilgeräten – nicht zielführend, damit sie den neuen Anforderungen gerecht werden können. Notwendig seien vor allem Digital-Workplace-Konzepte, die am Ende alle Aspekte abdecken. Das beginnt bei operativen Prozessen und endet bei der Sicherheit und dem Support.

Unternehmen dürfen keinesfalls bei der Sicherheit sparen

Interessant ist die Tatsache, dass die Bedeutung der Workplace-Modernisierung aber nicht automatisch im Investment gefunden wird. So belaufen sich viele Digitalisierungsinitiativen mit Kundeninteraktionen und der Einführung der sogenannten Internet-of-Things-Infrastruktur.

In der Vergangenheit wurden zwar Projekte zur Arbeitsplatzmodernisierung gestartet, wobei hier ausschließlich Effizienzgründe im Vordergrund standen. Aktuell würden sich die Unternehmen vorwiegend mit dem Erreichen diverser Geschäftsziele befassen. Dazu gehören unter anderem zufriedene Mitarbeiter, Unterstützung der Zusammenarbeit und auch Innovation. Jedoch müssen gleichzeitig die hohen Sicherheitsanforderungen erfüllt werden, damit die Digitalisierung nicht automatisch eine Angriffsfläche für Hacker darstellt.

Das Potential ist vorhanden

Die Zeit, in der es genügt hat, neue Applikationen oder Endgeräte einzuführen, ist längst vorbei. Heute haben die Unternehmen äußerst anspruchsvolle Digitalisierungsziele. Diese Ziele können aber nur erreicht werden, wenn ein moderner und integrierter IT-Arbeitsplatz gegeben ist. Aus diesem Grund werden sich daher immer mehr Unternehmen mit ihren Budgets befassen müssen und ganzheitliche Lösungen suchen, damit die Ziele erreicht werden und der professionelle Betrieb aufrechterhalten werden kann.

Die Modernisierung der Arbeitsplätze würde jedoch – basierend auf den europäischen Vergleich – gravierende Unterschiede aufzeigen. Vorreiter seien Belgien und Frankreich, während sich Deutschland im hinteren Mittelfeld befinde. Die Deutschen sind vor allem bei den Cloud-Lösungen noch unsicher. Des Weiteren trauen sie auch den flexiblen Nutzerkonzepten nicht.

Haben Sie Bedenken bei der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen, brauchen einen Rat oder wollen spezielle Details diskutieren? Ich würde mich freuen, zu erfahren, wo Ihr Unternehmen bei der Digitalisierung steht und was Ihre Gedanken zu dem Thema sind!

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