IT-Sektor:Pferde rennen schnell durch Prärie

Weiterbildung im dynamischen IT-Sektor – Stillstand ist keine Option

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Damit eine IT-Abteilung mit den neuesten Entwicklungen und Technologien im IT-Sektor Schritt halten kann, muss sie sich kontinuierlich weiterentwickeln. Im Zeitalter von riesigen Datenvolumen, der Verlagerung von immer mehr Anwendungen in die Cloud, Big Data, mobile Devices und zunehmender Automatisierung ist Stillstand keine Option.

Mit diesen Maßnahmen ist Ihre IT-Abteilung immer auf dem neuesten Stand

Als Manager haben Sie nur zwei Möglichkeiten, um auf diese Entwicklung zu reagieren: Entweder, Sie stellen immer neue Mitarbeiter ein, die auf dem aktuellsten Kenntnisstand sind, oder Sie motivieren ihr Team, sich ständig weiter zu bilden. Letzteres ist nicht immer einfach. Schließlich arbeiten alle Mitarbeiter hart daran, Projekt-Deadlines einzuhalten und passende IT-Lösungen für das Unternehmen zu entwickeln. Alle Ressourcen sind komplett verplant, für Weiterbildung fehlt es nicht an gutem Willen, sondern an der Zeit.

Ich habe mit der Zeit ein paar Tipps zusammengetragen, mit denen Sie und Ihr Team garantiert weiterkommen!

1. Machen Sie Weiterbildung zu einem festen Bestandteil Ihrer strategischen IT-Planung!

Weiterbildung spielt in den meisten Strategieplänen von IT-Abteilungen keine oder nur eine geringe Rolle. Machen Sie es anders!

Dazu gehört nicht nur, dass Training ein unverzichtbarer Bestandteil Ihrer Planung werden sollte. Schauen Sie in die Zukunft: mit welchen Entwicklungen und Technologien wird ihre Abteilung in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich konfrontiert?

Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter auf diese Entwicklungen vorbereitet sind, indem Sie gezielt nach Wissenslücken suchen und entsprechende Trainings im IT-Sektor einplanen. Haben Sie im Unternehmen selbst Kapazitäten frei, um Kollegen zu coachen und mit aktuellen Entwicklungen vertraut zu machen?
Oder müssen Sie Fachleute von außen für das Training einplanen?

Es ist wichtig, diese Details bei der strategischen Planung zu berücksichtigen, damit Sie der Geschäftsführung und vor allem den „Sparfüchsen“ in Ihrem Unternehmen deutlich zeigen können, welche Folgen die identifizierten Wissenslücken haben können. So haben Sie gute Chancen, dass Ihnen die eingeplanten Weiterbildungsmaßnahmen nicht später aus Budgetgründen gestrichen werden.

2. Planen Sie ein Budget für Weiterbildung ein!

Es ist immer wieder erstaunlich, dass nur wenige Manager im IT-Bereich ein festes Budget für Weiterbildung und Training einrichten. Dabei ist die IT- Technologie so schnelllebig geworden, dass konstante Weiterbildung ein absolutes Muss ist. Sie gehört unbedingt in jede jährliche Budgetplanung.

3. Verbinden Sie Weiterbildung mit aktuellen Projekten!

Niemand sollte ins Leere hinein und nur aus akademischem Interesse lernen. Bei der zeitlichen Planung Ihrer Weiterbildungsmaßnahmen ist es deshalb sinnvoll, die Trainingseinheiten mit Projekten zu verknüpfen, in denen Ihre Mitarbeiter das neu erlernte Wissen gleich anwenden können. So fließt die Weiterbildung direkt in Ihr Tagesgeschäft und Ihren wirtschaftlichen Erfolg ein.

4. Lernen von und mit Mentoren!

Sorgen Sie von Anfang an für den praktischen Bezug des neuen Wissens. Dabei hilft der Einsatz von erfahrenen Mentoren auf dem jeweiligen Gebiet, die den Lernenden zugeordnet werden und sie mit Rat und Tat unterstützen. Ein angenehmer Neben-Effekt dieser betrieblichen Mentor-Schüler Teams ist ein gutes Betriebsklima.

5. Machen Sie Weiterbildung zum Thema von Personalgesprächen!

Weiterbildung ist nicht nur Sache des Unternehmens, sie sollte vielmehr auch Herzenssache jedes Mitarbeiters sein. Erstellen Sie gemeinsam mit jedem einzelnen Mitarbeiter jährliche Entwicklungspläne, mit denen er seine Wissenslücken schließen und seine Fähigkeiten ausbauen kann. Indem Sie jährliche Zielsetzungen erreichen schaffen Sie ein Höchstmaß an Motivation – das lohnt sich für beide Seiten!

6. Handeln Sie mit Hard- und Softwarelieferanten mehrere Einheiten kostenloser Weiterbildung aus!

Weiterbildung ist teuer. Sie können Geld sparen, wenn Sie versuchen, gratis Trainingseinheiten zum Bestandteil von Verträgen mit Lieferanten zu machen. Gehen Sie dabei geschickt vor, indem Sie nicht nur auf ein einziges kostenloses Einführungstraining für eine neu erworbene IT-Lösung bestehen.

Vielmehr sollten bei entsprechend hoch budgetierten Kauf- und Lieferverträgen mehrere Trainingseinheiten über einen längeren Zeitraum Standard sein. Dabei können Sie oft mehr erreichen, als Sie denken. Ihre IT-Abteilung kann fundiertes Wissen in einem bestimmten Bereich erwerben und bleibt immer auf dem neuesten Stand für die entsprechende IT-Lösung.

7. Vereinbaren Sie Rückzahlungsklauseln für Weiterbildung in Arbeitsverträgen!

Es ist sehr ärgerlich, wenn Sie für Ihre IT-Abteilung kostspielige Weiterbildungsmaßnahmen finanzieren, und wenig später wechseln einzelne Arbeitnehmer mit dem neu erworbenen Wissen zu einem anderen Arbeitgeber. Mit entsprechenden Rückzahlungsklauseln binden Sie Mitarbeiter stärker an das Team, weil diese einen Teil der Kosten für die Trainingsmaßnahmen erstatten müssen, wenn Sie Ihr Unternehmen früher als festgelegt verlassen.

8. Zeigen Sie Wertschätzung für Ihre bewährten Mitarbeiter!

Gerade Ihre erfahrenen und loyalen Mitarbeiter verdienen Weiterbildungsmaßnahmen, und zwar auch oder gerade im IT-Sektor. Sie haben sich bereits bewährt und sollten in der umtriebigen IT-Welt nicht vergessen werden. Geben Sie ihnen die Chance sich weiter zu entwickeln und auf dem neuesten Wissensstand zu bleiben. Sie vermehren damit den Wert Ihres Unternehmens, denn Ihr Humankapital ist ein wichtiger Teil davon, der nicht leicht zu etablieren ist.

9. Gründen Sie Ihr eigenes Trainings-Center im IT-Sektor!

Es gibt viele technische Möglichkeiten, eine Art eigene Universität auf Unternehmensebene zu formen. Eine davon ist die Einrichtung einer entsprechenden Plattform in Ihrem Intranet. Dort können Ihre Mitarbeiter ihre Weiterbildung selbst managen. Hier werden alle absolvierten Maßnahmen erfasst, können weitere Wünsche für Kurse und Seminare artikuliert, genehmigt und organisiert werden. Eine Wissensdatenbank sorgt für die Multiplikation des von Einzelnen erworbenen Wissens im ganzen Unternehmen.

10. Fördern Sie den Austausch mit Anwender-Abteilungen!

Der typische IT- Experte reitet seine Steckenpferde und liebt die technischen Aspekte von bestimmten Lösungen und Fragen, beschäftigt sich aber weniger engagiert mit Anwenderfragen im IT-Sektor. Indem Sie den Kontakt zwischen Entwicklern und Anwendern intensivieren, sorgen Sie für eine exzellente Weiterbildung im Anwenderbereich und stellen jederzeit den Praxisbezug her.

Dabei ist der Aufwand für diese Maßnahmen gering. Regelmäßige informelle Treffen bei Kaffee und Gebäck mit einigen Vortragenden zum Thema „Frequently Asked Questions“ stellt den Kontakt sicher und schafft nebenher ein sehr gutes Arbeitsklima zwischen Entwicklern und Anwendern. Davon profitieren beide Seiten.

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