Industrie 4.0: Warum sind digitale Geschäftsmodelle wichtig und was zeichnet sie aus?

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Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie wir arbeiten und wirtschaften. Deshalb sollten auch mittlere und kleine Unternehmen die Notwendigkeit für eine strategische Weichenstellung für Industrie 4.0 erkennen. Allerdings ist damit auch ein eigenes digitales Geschäftsmodell verbunden, das entwickelt werden muss.

Warum benötigen Unternehmen ein Geschäftsmodell 4.0?

Kunde steuert alles onlineHeute werden die Märkte stärker denn je durch die Nachfrage der Kunden geprägt, während es früher meist die Dienstleister und Produzenten waren, die die Märkte bestimmt haben. Dieser Paradigmenwechsel kam durch die Digitalisierung zustande und ein Ende dieser Entwicklung ist noch nicht abzusehen. So gibt es auf der einen Seite die Kunden, die zu immer besser vernetzten und informierten Akteuren werden und auf der anderen Seite stehen zum Beispiel große Firmen wie Amazon und Google. Die Kunden erhalten heute durch Tablet und Smartphone permanenten Zugang zum Internet. Die sogenannte „Always-On“-Kultur hat sich schon längst etabliert.

Damit geht auch eine Verhaltensänderung der Kunden einher. Denn sie erwarten heute immer höhere Qualität und bevorzugen individuelle Produkte, da sie wissen, dass das technisch machbar ist. Zudem haben Sie ebenso hohe Erwartungen für die Zeit nach dem Kauf, indem sie kostenlose Updates oder Rücknahmen wünschen. Damit erhalten die Kunden mehr Macht und verlangen dadurch viel mehr Aufmerksamkeit von den Anbietern, als es je zuvor der Fall war. Firmen, die sich im Markt durchsetzen wollen, sollten ihr neues Geschäftsmodell so gut es geht auf die Bedürfnisse der Kunden ausrichten, und wenn es nötig wird, anpassen.

Was macht ein Geschäftsmodell des digitalen Zeitalters aus?

Geschäft auf Tablet digitalEin Geschäftsmodell ist im Grunde ein selbst erstelltes Regelwerk, um alle Geschäftsprozesse im Unternehmen gewinnbringend zu ordnen. Es kann zum Beispiel folgende Fragen beantworten: Wer ist mein Kunde eigentlich und wie kann ich mit ihm kommunizieren? Welches Angebot kann ich an den Kunden richten? Wie können Leistung und Umsatz erbracht werden und wie die Transaktionen? Das sind Grundsatzfragen, die das neue Geschäftsmodell aus einer anderen Perspektive als zuvor beantworten muss. Ob Kundenkommunikation, Verkauf, Personal oder Produktion, jeder Bereich erzeugt Informationen, die sich von digitalen Technologien sammeln, verarbeiten, analysieren und kommunizieren lassen. Alle Prozesse können vollständig automatisiert werden, vorausgesetzt die Technik wird richtig eingesetzt. Darüber hinaus lassen sich die Prozessketten besser aufeinander abstimmen. Somit erhöht die digitale Technologie die Effizienz von Prozessen und eröffnet neue Chancen für Wachstumsfelder, die sich mit einer kreativen Positionierung am Markt erschließen lassen.

Auch wenn sich der Mittelstand schon immer an Veränderungen anpassen musste und sich diese Veränderungen früher gemächlich vollzogen haben, so sind heute immer schnellere und häufigere Anpassungen notwendig. Dabei werden auch die benötigten Lernphasen bei der Anpassung beträchtlich beschleunigt. Damit Firmen auf Dauer ein erfolgreiches Geschäftsmodell 4.0 entwickeln und es auch kultivieren können, ist ihre Lernfähigkeit von großer Bedeutung. Denn nur so, können sie, wann immer es notwendig ist, ihr Geschäftsmodell justieren und neue Chancen innerhalb im digitalen Mittelstand ergreifen.

Wie wichtig finden Sie digitale Geschäftsmodelle? Kennen Sie Praxisbeispiele für ein Geschäftsmodell 4.0? Ich freue mich auf eine anregende Diskussion mit Ihnen und möchte mich für Ihren Kommentar im Voraus bedanken.

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